Kyocera eröffnet erste Solarproduktion in Europa

Kyocera Corporation mit erster europäischer Solarfertigung

29. August 2004

Der japanische Technologiekonzern Kyocera wird in der Tschechischen Republik seine erste europäische Produktionsanlage für Solarmodule eröffnen. Kyocera, einer der weltweit größten Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen, will ab April 2005 in der nordtschechischen Stadt Kadan produzieren lassen.

Kyocera wird etwa 183 Millionen tschechische Kronen (5,8 Millionen Euro) in den neuen Produktionsstandort investieren. Die Anlage in der Tschechischen Republik wird laut Konzernangaben anfangs etwa 80, langfristig sogar bis zu 150 neue Arbeitsplätze bieten. Kyocera hat als Ziel für die Produktionskapazität in der Anlage 24 MWp im ersten Jahr genannt und will dies in wenigen Jahren auf 60 MWp steigern. Mit der Entwicklung dieser neuen Produktionsanlage für Solarmodule will das Unternehmen der wachsenden Nachfrage nach alternativen Energiequellen gerecht werden, die sich als Folge eines steigenden Umweltbewusstseins und zur Erfüllung des Kyoto-Protokolls ergibt.
„Unserer Ansicht nach gehen Energie- und Umweltaspekte Hand in Hand. Kyoceras Leistungen bei Forschung und Entwicklung haben hoch leistungsfähige keramische Werkstoffe hervorgebracht, die heute in der ganzen Welt als umweltfreundliches Material anerkannt werden”, sagt Isao Ike Yukawa, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Solarenergie der Kyocera Corporation. „Mit diesen keramischen Werkstoffen können wir Komponenten und Zubehör für Umweltanwendungen wie zum Beispiel die Erzeugung von Solarenergie fertigen”, fügt er hinzu.
Mitsuru Imanaka, Präsident von Kyocera Fineceramics GmbH erklärte, dass Kyocera mit der Solarproduktionsstätte in Europa nun weltweit vier Produktionsstützpunkte für Solarprodukte besitzt, um auf die Nachfrage der lokalen Märkte mit idealen Angeboten zu reagieren. Er stellte fest: „Die Module für den europäischen Markt können nun lokal entwickelt werden, und dies entspricht unserem Ziel, den Support und Vertrieb vor Ort zu stärken.”
Die neue Solarproduktionsanlage ist der zweite Standort des japanischen Konzerns in der Tschechischen Republik. 1992 eröffnete das Unternehmen eine Niederlassung seiner amerikanischen Tochtergesellschaft AVX - die AVX Czech Republic - in Lanškroun. AVX ist einer der führenden Anbieter elektronischer Komponenten. In der Tschechischen Republik fertigt das Unternehmen Kondensatoren und Steckverbinder.


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